Zertifikatslehrgang Traumapädagogik – Fachkraft für traumasensible Pädagogik und Intervention

Diese umfassende Weiterbildung vermittelt fundiertes Wissen und praxisorientierte Handlungskompetenz im Umgang mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Die Teilnehmenden lernen, traumasensible Haltungen zu entwickeln, Belastungsreaktionen zu verstehen und pädagogische Beziehungen sicher und stabil zu gestalten.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie pädagogische Fachkräfte Schutz, Stabilität und Entwicklung fördern können – sowohl bei den betreuten Menschen als auch bei sich selbst.
Durch den intensiven Theorie-Praxis-Transfer und die Reflexion eigener beruflicher Erfahrungen entsteht nachhaltiges Lernen, das unmittelbar in die tägliche Arbeit einfließt.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das Zertifikat „Fachkraft für traumasensible Pädagogik und Intervention“.

  • Grundlagen der Psychotraumatologie
    Einführung in Traumaformen, Traumafolgestörungen und deren Bedeutung für die pädagogische Praxis.
  • Neurobiologische Grundlagen und Stressverarbeitung Verstehen, was im Gehirn passiert – und wie dieses Wissen in der Praxis helfen kann.
  • Bindung, Beziehung und die Pädagogik des sicheren Ortes
    Beziehung als Schlüssel – wie Vertrauen und Sicherheit entstehen.
  • Stabilisierung und Ressourcenarbeit
    Praktische Methoden zur Selbst- und Fremdstabilisierung im pädagogischen Alltag.
  • Kreative Methoden der Traumapädagogik I: Arbeit mit Ausdrucksmitteln
    Künstlerische und gestalterische Zugänge zu inneren Prozessen.
  • Kreative Methoden der Traumapädagogik II: Arbeit mit inneren Bildern
    Visualisierung, Symbolarbeit und imaginative Techniken in der Begleitung.
  • Bewegung, Körperwahrnehmung und somatische Zugänge
    Den Körper als Ressource erleben – achtsamkeits- und bewegungsorientierte Ansätze.
  • Analytische, intersektionelle, kulturelle und religiöse Perspektiven auf Trauma
    Wie verschiedene Lebensrealitäten und Identitätsdimensionen Traumaerleben beeinflussen.
  • Selbstfürsorge, Achtsamkeit und Psychohygiene für Fachkräfte
    Eigene Grenzen wahren, Resilienz stärken und langfristig handlungsfähig bleiben.

Umfang: 250 Stunden (entspricht 10 ECTS)

  • Theorie: 140 Stunden
  • Selbstlernphase (Vor- und Nachbereitung): 60 Stunden
  • Gruppensupervision: 10 Stunden
  • Abschlussarbeit: 40 Stunden

Format: Präsenzveranstaltungen in Modulen

Termin für Trauma:

  • Modul 1: 30.10. - 31.10.2026
  • Modul 2: 26.11. -  27.11.2026
  • Modul 3: 29.01. -  30.01.2027
  • Modul 4: 19.02. - 20.02.2027
  • Modul 5: 12.03. - 13.03.2027
  • Modul 6: 23.04. - 24.04.2027
  • Modul 7: 21.05. - 22.05.2027
  • Modul 8: 18.06. - 19.06.2027
  • Modul 9: 17.09. - 18.09.2027

Lehrgangsleitung

Daniel Koch BA BA(CE) M.Sc
Traumapädagoge, Sozialpädagoge Psychotherapiewissenschaftler und laufendes psychotherapeutisches Fachspezifikum (Verhaltenstherapie) mit langjähriger Erfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe wie auch der Arbeitsmarktintegration.

Sein Anliegen ist es, traumasensible Herangehensweisen und traumpädagogische Haltungen zu fördern, die auf Verständnis, Sicherheit und Beziehung basieren.

Weitere Fachdozent*innen aus den Bereichen Psychotherapie, Psychologie, Pädagogik, Körperarbeit und Kunsttherapie bringen ihr Wissen aus Praxis und Forschung ein.

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